Über die Zwangspause der Kinos in Zeiten des Coronavirus


„Ein Film funktioniert anders, wenn man ihn mit 200 Leuten zusammen in einem Saal schaut, gemeinsam lacht und gemeinsam weint und hinterher mit Freunden noch einen Wein trinkt und über den Film spricht“ (Christopher Bausch, Geschäftsführer Arthouse Kinos)


Mit Inkraftreten des Lockdowns im März 2020 waren alle Kinos in Berlin von der Schließung betroffen. Für die zahlreichen Kinos war eine lange Zeit nicht klar, ob und wann sie wieder öffnen können und wie es danach weitergehen könnte. Diese außergewöhnliche Zeit habe ich zum Anlass genommen, um Eingänge geschlossener Kinos in einer Serie zu fotografieren. Dabei bin ich rein dokumentarisch vorgegangen und habe mich, als Stilmittel, für Fotos in schwarzweiss entschieden. Normalerweise werden auf den Leuchtreklameflächen der Kinos neue und aktuell im Programm laufenden Filme angepriesen.

Die Kinobetreiber kamen auf die Idee, genau diese Flächen dafür zu nutzen, um auf ihre Existenz bedrohende Situation aufmerksam zu machen.

Bleiben Sie gesund - 1.Pause seit 1977 - Home Alone - Fortsetzung folgt...


„Das uns das Kino zu reicheren, glücklicheren und besseren Menschen machen kann, muss verteidigt werden." (aus dem Essay von Patrick Hozapfel)

Mit dieser Serie bin ich als Landesfotomeister 2020 des DVF ausgezeichnet worden.